# #29 Das Wichtigste beim Bremsen ist der Sattel – Roland Königshofer über Daten, Radführerschein und Fahrspaß (Teil 2)

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Watt the F⚡ – der Podcast von Dani & Martin · 16. Oktober 2026 · 46 Min

## Worum es geht

Strasser, Fasching und andere Sportlegenden waren bei Roland im Kurs und haben danach gesagt, sie hätten das gern schon in ihrer aktiven Zeit gewusst. Wenn sogar die Besten noch bremsen lernen, sind wir zwei in ziemlich guter Gesellschaft.

In Teil 2 unseres Gesprächs mit Roland Königshofer geht es ums große Ganze. Roland war in den 80ern Versuchskaninchen für die ersten Laktatmessungen in der Südstadt und erzählt, was die Datenflut mit dem Sport gemacht hat: Talent wird heute oft nur noch an Watt gemessen. Wir sprechen darüber, warum Entspannung beim Bremsen so wichtig ist, was er dafür bei Werner Schlager und im Skispringen abgeschaut hat und warum ausgerechnet der Sattel das Wichtigste beim Bremsen ist.

Außerdem geht's um die Frage, ob wir einen Radführerschein brauchen. Roland hätte gern eine Lizenz für Radprofis wie die Superlizenz in der Formel 1, und er wundert sich, warum bei Stürzen im Fernsehen alle über Absperrgitter reden, aber keiner von einem Fahrfehler. Dazu: warum Profis immer früher aufhören, wie knapp er selbst am Burnout war und was ihn am Radfahren bis heute fasziniert – mit einem 40 Kilo schweren Tourenrad ganz gemütlich bergauf, wie beim Tauchen.

Ganz am Schluss gibt Roland euch eine Übung mit, die ihr gleich am Wochenende ausprobieren könnt. Eine Folge über Daten, Sicherheit, ehrliche Analyse und die Erkenntnis, dass Radfahren am meisten Spaß macht, wenn man niemandem was beweisen muss.

## Kapitel

- 00:00 Begrüßung und was von Teil 1 hängen geblieben ist
- 01:21 Rückblick auf Teil 1
- 03:01 Winterradl, Rolle und Martins Mallorca-Pläne
- 04:37 Strasser, Fasching und ihr Feedback
- 05:59 Was Daten mit dem Radsport gemacht haben
- 09:44 Entspannen beim Bremsen: Kampfsport, Tischtennis, Skispringen
- 10:22 Das Wichtigste beim Bremsen ist der Sattel
- 12:58 Warum Tennis- und Fußballprofis stundenlang üben
- 15:50 Brauchen wir einen Radführerschein?
- 17:59 Eine Superlizenz wie in der Formel 1
- 24:30 Profistürze: warum keiner von Fahrfehlern redet
- 27:37 Zu früh ausgebrannt
- 31:19 Was Roland am Radfahren bis heute fasziniert
- 36:15 Der Garmin-Halter und die Hütchen
- 37:58 Kein Wettkampf im Kurs
- 40:09 Rolands Übung fürs Wochenende
- 42:57 Danke, Elch Emil und Grüße an die Füße

## Transkript

[0:08] Watt the f – zwischen Couch und Carbon. Wenn Training auf Leben trifft. Ein Podcast über Ausdauer, mentale Stärke und ehrliche Learnings aus Training und Alltag.

[0:17] Hallo Martin und hallo ihr da draußen, ihr Technik-Profis hoffentlich. Hi Dani, hallo ihr da draußen. Noch nicht, außer sie haben schon gebucht. Es ist ja ganz klar, worum's heute geht, oder? Ich würde sagen, Roland Königshofer Part 2 ist heute unser Hauptthema. Aber Dani, wie geht es dir? Was tut sich so? Es ist schon wieder ein paar Tage her, dass wir mit Roland gesprochen haben, du hast es sacken lassen können. Was ist dir so hängen geblieben aus dem Ganzen? Vieles! Das ist mir vorher auch schon hängen geblieben. Aber was mir da jetzt nur einmal abgesehen von dem Radtechnik-Training hängen geblieben ist, ist einfach Rolands begeisternde Art. Und da habe ich mir schon wieder gedacht, das ist wie bei dem Radtechnik-Training, wie wir es selber gemacht haben, er reißt einen da so mit, und das ist voll faszinierend, das taugt mir voll. Finde ich ziemlich cool, dass er da einfach so den Elan hat, dass er so ein eher trockenes Thema so lebendig weitergibt. Voll enthusiastisch auf jeden Fall! Definitiv! Für alle, die nicht wissen, was letzte Woche war: natürlich einfach jetzt auf Pause drücken und die vorige Folge anmachen. Und für alle, die jetzt schon denken, was war da letzte Woche, würde ich vorschlagen, spielen wir nochmal kurz einen Rückblick ab, damit man sich erinnert, was war da eigentlich.

[1:31] Ich möchte vielleicht gleich eine Warnung vorausschicken, wobei die Leute, die glauben gut Radfahren zu können sind eh schon weg. Ich bin noch nie auf meinem Radl gesessen und habe es wirklich gefahren, sondern das Radl ist mit mir gefahren. Wo man draufkommt, dass man bei weitem nicht so gut war, wie ich es sogar bewiesen habe, denn das war alles nur Fahrgefühl, und wie soll man ein Gefühl vermitteln? Also ich sage es jetzt einmal, da auf meiner Homepage steht's nicht, weil sonst würden mich alle für wahnsinnig erklären: Wenn du schneller als 15 km/h fährst, musst du dein Rad in die andere Richtung lenken. Und dann kam der Moment in einer Kurve, wo ich ehrlich sagen muss, dass ich froh bin, dass Ich heute hier noch sitze. Bin dann halt in die Gegenfahrbahn und war froh, dass halt nichts kam. Weil du kriegst einfach Angst. Angst ist was Geniales, sonst wären wir alle schon längst tot. Frauen machen zum Beispiel absolut nichts was im Leben unnötig gefährlich ist und geben auch zu wenn sie etwas nicht können. Männer sind da etwas anders, aber die machen halt dann Dinge, die sie nicht können. Und wenn sie dann vier Monate später aus dem Spital wiederkommen, dann war das sogar cool. Der Anfänger ist gekommen und hat gesagt: Ich bin ein Anfänger, da soll ich mit der Olympiasiegerin trainieren,

[2:34] was ist mit dir? Sag ich: Egal, die muss genauso vom Grund auf lernen. Warum muss man einen Kreisverkehr anders fahren wie alle anderen Kurven? Das ist immer verkehrt gebaut, also eine verkehrte Steilkurve. Aber die Basics, Kurvenfahren, Bremsen, Abfahrt, das ist jedem zu minder. Also das noch mal für alle, die sich jetzt denken, da muss ich mir die vorige Folge anhören. Wer sich jetzt nach diesen kurzen Auszügen nicht denkt: Oh, Da muss ich doch nochmal reinhören. tut es trotzdem. Das wäre meine Ansage. Ja, heute Teil 2, es ist ein sehr lang gewordenes Interview. Ganz kurz, bevor wir euch da entführen lassen: Dani was steht bei dir jetzt aktuell so an? Hast du irgendwelche Wettkämpfe, Ziele, Trainings? Was ist los? oder bist du voll in der Offseason? Du hast schon erzählt, dass du wieder am Werken bist. Ja, ich bin wieder eingestiegen quasi ins vermehrte Radtraining, und ich befürchte, dass ich jetzt schon langsam meine Winterradl-Sachen schon vorkramen kann. Und das wird, glaube ich, jetzt so die nächsten Tage ein bisschen meine Aufgabe, dass ich die Sommersachen leider einwintern muss und Rennradl vermutlich einmal gescheit putzen, einwintern und aufs Gravelbike umsteigen.

[3:44] Oder eine Rolle kaufen. Ja, das stimmt! Mit dem muss ich mich jetzt auch noch beschäftigen. Die Liste ist lang. Das ist voll, weil mein Ergometer ist noch immer nicht ganz fit. Traurig? Ja schon. Ich nehme dir Sonnenstrahlen mit. Ich fliege, also wenn das hier läuft, bin ich, glaube ich... Jetzt muss ich rechnen. Wenn es hier läuft, bin ich auf Mallorca zu dem Zeitpunkt und mache da einen kurzen Urlaub. Freue mich drauf. Ich glaub, da nehm ich noch ein paar Grad mehr mit als wir hier haben. Und hab natürlich... Wir haben die Räder dabei, das heißt, der ein oder andere Radkilometer wird sicher gefahren werden, und da freu ich mich drauf! Und ich bring dir dann gute Laune und Stories aus Mallorca einfach mit. bei einem der nächsten Male würde ich sagen. Wir müssen ja hier immer die Zeiten überbrücken, wenn wir abwesend sind beide. Es ist leider so, wir sind leider keine Profis. Leute da draußen, wenn ihr das ermöglichen wollt, dann haben wir da Ideen. Zurück zum Thema, wir wollen hier nicht lange rumreden. Wir kommen gleich zum Roland. Eine Sache ist mir dann noch eingefallen, wir haben das angesprochen,

[4:46] wir haben gesagt, auch Strasser und Fasching waren da, das ist ja ein relativ aktueller Beitrag, der da auf LinkedIn und Insta war? Genau ja! Und da waren quasi mit die größten Ultracyclinggrößen was natürlich hier genau zu unserem Thema passt. Dani, wie fandest du es denn, als du dann gelesen hast: Hä, du warst auch in dem Kurs, in dem auch ein Christoph Strasser oder Wolfgang Fasching danach gesagt haben, boah, Da kann man sich was mitnehmen! Ich habe es ziemlich interessant und lässig von den Persönlichkeiten gefunden, dass die, selbst erfahrene Radfahrer, sich dann noch einmal mit Radtechnik auseinandersetzen, dass die auch so begeistert waren wie wir. Also das hat mir ziemlich getaugt, und dass ich als Radneuling jetzt auch nicht so das Gefühl habe, dass ich so gar nichts weiß, sondern die haben sich auch etwas mitnehmen können. Ist das schon ein ganz gutes Gefühl? Ich sehe es ähnlich. Und ich würde sagen, liebe Leute da draußen, denkt drüber nach: Fährt euer Rad mit euch oder ihr mit eurem Rad? Und wir wünschen euch viel Spaß hier mit Teil 2 unseres Gesprächs mit Roland Königshofer!

[5:47] Genau, danke nochmal Roland und viel Spaß euch beim Zuhören.

[5:56] An der Stelle möchte ich kurz einhaken, bevor wir wieder den Bogen zurückkommen. Du warst so lange neben, nach deinem Profileben, durch adidas ja mitten im Sportgeschehen drin, 25 Jahre, also du hast ganz viel mitbekommen. adidas hat in der Zeit auch Runtastic zum Beispiel gekauft, das müsstest du überschnitten haben noch, zum Beispiel. Das heißt es tut sich ja in der Sportwelt viel. Du bist noch ohne Pulsmesser wahrscheinlich früher gefahren und hast einfach... Ah, Pulsmesser! Na ja, das ist ein eigener Podcast, das Thema, die Daten.

[6:27] Für mich ist die Überleitung quasi: Heute misst jeder irgendwie alles. Und selbst die Einsteiger haben gleich mal Wattmesspedale etc., Und für mich eine Frage an der Stelle, weil du gerade so schön überleitest: Was hat sich über diese 25 Jahre oder über die letzten, von mir aus, 30, 40 Jahre aus deiner Beobachtung im Sport allgemein, aber vor allem auch im Radsport vielleicht verändert, sowohl zum Guten als auch zum Schlechten? Wenn du hast jetzt ein paar Beispiele genannt, wo du sagst da gibt's Wehen und da war das schon immer so. was hat sich da getan? Was beobachtest du so? Wir haben auch eingangs nämlich über Stürze im Profifeld gesprochen. Kannst du das so ein bisschen einordnen, wo du sagst, was ist Veränderung, die du beobachtet hast, die jetzt zum Guten ist, neben deinen Kursen, die es gibt? Und wo sagst du auch, das ist schlechter, weil du hast jetzt Zwift angesprochen. Also kannst du das ein bisschen einordnen mit deiner Erfahrung und dem Weitblick? Natürlich datengetrieben ohne Ende. Also wir waren noch, die besten Radfahrer Österreichs, waren in der Südstadt zusammengesammelt in den achtziger und neunziger Jahren, da waren wenige irgendwo in Profiteams, ein ganz anderes System. Da durften wir herhalten als Versuchskaninchen für die großen Daten, was Laktatmessung anbelangt.

[7:29] Erst ganz am Ende, also ich habe 96 dann aufgehört haben wir aufgehört, alle immer gemeinsam zu trainieren. Wir haben schon ewig Laktatwerte genommen, aber wir haben trotzdem immer noch alle dasselbe trainiert, egal wie du drauf warst oder egal wie stark du von Haus aus warst oder gerade von einer Verletzung oder Krankheit kommst. Alle haben in einer Gruppe trainiert. Also das habe ich erst ganz zum Schluss dann mitbekommen, dass man da irgendwie was rausmessen kann. Da hab' ich mit Daten zu tun gehabt. Pulsmessgerät war natürlich auch so eine eigene Sache, aber wie gesagt, das würde jetzt viel zu weit führen. Jetzt ist alles Daten, und das verfälscht halt sehr viel, weil Talent ist meistens nur auf Power reduziert. Über alles andere haben wir schon gesprochen, dass es beim Radfahren um sehr viele Dinge geht. Wie du das schaffst dann überhaupt auf der Ziellinie vorne zu sein? Aber es gibt natürlich auch viele andere Dinge, die es halt Talent braucht, von Durchhaltevermögen über verschiedene andere Dinge, die mit dem Sport noch sehr indirekt was zu tun haben.

[8:30] Aber wenn du eine Sache nicht gut kannst, bist du trotzdem draußen aus dem Spitzensport. Während der adidas-Zeit hatte ich eben die Möglichkeit, weil Radsport war weg. Das ist mit Mavic verkauft worden, das komplette Know-how. Vorher war jahrzehntelang adidas ganz vorne dabei. Alle sind in die Eddy-Merckx-Schuhe gefahren, alle sind in adidas ausgerüstet gewesen. Und dann plötzlich weg, was mir jetzt zugutekommt, weil ich keine Dogmen mitziehe. Ich war so weit weg vom Radfahren, weil ich mich mit so vielen Sportarten auseinandersetzen musste, dass ich gar keine Zeit gehabt habe fürs Radfahren. Aber durch das Dahinterschauen und durch alte Kontakte habe ich jetzt... weil es gibt ja nicht nur die Grundschulung bei mir, die wir jetzt die ganze Zeit besprochen haben, sondern meistens ein Jahr später, wo dann alles schon verinnerlicht ist, gibt's erst mal Wiederholungen, speziell nach dem Winter, weil ich bin ja draufgekommen, auch ich muss das sofort wieder machen, auf den Locations. Und die paar Mädels, die da waren aus der World Tour, die haben das ganz oben angesiedelt, dass sie auf gescheiten Locations wieder einmal trainieren können mit jemandem, der wieder drauf schaut, Schlampigkeitsfehler ausmerzen. Also ein Großteil dieses NXT-Level-Workshops, der kürzer ist, also nicht über den ganzen Tag geht, ist sehr viel Wiederholung drinnen auf den Locations, aber dann durchaus auch Dinge Next Level.

[9:37] Ich bin ja auf etwas draufgekommen, weil ich halt immer wieder auch mit anderen Sportarten... oder mich dafür interessiere, und Initialzündung war so aus asiatischen Kampfsportarten. Da hat es den Effekt gegeben, oder den gibt es, dass, wenn zwei gleichwertige Partner gegenüberstehen und der eine hat ein bisschen mehr Erfahrung, was Körpersprache und so anbelangt, der sieht oder merkt in einem Bruchteil einer Zehntelsekunde, Wenn der Gegner einatmet dann haut er ihn um. Er sieht auch, wenn der irgendwie den Körper anspannt, den ganzen, dann haut er ihn auch um. Ja. Wenn der ausatmet, dann steht er dort wie ein Hydrant. Den braucht er gar nicht angreifen. Das ist das, was wir brauchen. Da geht es darum, wieder so ein Ausspruch: wenn ich den auf der Homepage hätte dann würde jeder sagen der ist wahnsinnig du kennst ihn. Das Wichtigste beim Bremsen ist der Sattel. Da kann kein Mensch was anfangen damit. Da geht es um Gravitation... Der Der Kurs wäre auch schön. Da geht's darum einfach das Hinterrad am Boden zu halten und wie das funktioniert. Und genau das ist das, was mich interessiert.

[10:39] Wie kann ich das Maximum rausholen aus der Physik, die ich da mitschleppe? Und habe das dann mit anderen Leuten diskutiert, die aus dem absoluten Spitzensport kommen, zum Beispiel mit einem Werner Schlager. Das ist ein Tischtennis-Weltmeister aus Österreich, für mich der größte Sportler überhaupt in Österreich. Also als Österreicher Einzel-Tischtennis-Weltmeister zu werden, das war vor, keine Ahnung, zehn Jahren oder noch länger, unfassbar. Dann habe ich gesprochen, zum Beispiel mit Thomas Diethart, das ist ein Niederösterreicher, der vor ungefähr zehn Jahren die Vierschanzentournee gewonnen hat, Skispringer, der jetzt der Nationaltrainer der Damen ist. Komplett andere Sportarten. Und da habe ich gesagt, du, ich habe da eine Idee, es geht nicht nur um Körperanspannung, sondern es geht auch um Entspannung. Und darum heißt diese Übung Unclenching. Und da habe ich gesagt, diese Idee funktioniert, arbeitest du auch irgendwie mit so was? Da hat er gesagt: Wenn ich nicht vor der Tischtennisplatte mit einer Grundentspannung stehe, kann ich nicht Tischtennis spielen. Der Skispringer hat gesagt: Wenn wir nicht mit einer Grundentspannung auf diesen Schanzentisch hinkommen, kann ich mich nicht wegkatapultieren.

[11:44] Also diese Zehntelsekunde, was alles entscheidet. Wenn das verkrampft ist, funktioniert es nicht. Und da hat man das Know-how auch von anderen abgetankt, ob die Grundidee einmal stimmt, und hat dann selber weiter experimentiert. Und in Verbindung mit einer Atemtechnik, die ich durch eine Profiathletin bekommen habe, die hat die Idee gehabt und ich habe es dann weiterentwickelt: Schaffst du das auch, einen Teil des Körpers gleichzeitig anzuspannen und einen Großteil des Körpers zu entspannen, um noch mehr Anpressdruck zu bekommen, dass eben... und das Entscheidende beim Bremsen ist, es darf nichts rutschen, Es darf der Überschlag nicht ausgelöst werden. Ja! Das ist dann wirklich Next Level. Musst du nicht unbedingt können, musst du schon ein bissel mit deinem Körper auch gearbeitet haben. Also das kann ich einem Anfänger mitgeben, so quasi, merkt er das, wenn du dann noch weiter tun willst, dann probierst du das auch einmal aus. Ich erkläre es wie es funktioniert aber das erwarte ich nicht mehr unbedingt für jeden dass er das kann. Also da sind schon sehr viele Dinge drin gewesen, weil ich mit so vielen Sportarten zu tun gehabt habe und da immer so aus Interesse, also hinter den Kulissen mit den Leuten gesprochen habe, wo es nicht nur um Ausrüstung gegangen ist, sondern so: Was macht ihr da?

[12:46] Und diese Ballgeschichte ist mir auch aufgefallen, sehr viel mit Volleyball, sehr viel mit Tennis, sehr viel mit Basketball und so zu tun. Die trainieren stundenlang mit diesem Ball immer dieselben Übungen. Stundenlang. Und wenn du mit einem Tennisspieler sprichst, der Weltklasse-Spieler, der sagt: Wenn ich zwei, drei Tage aus irgendwelchen Verletzungen oder Gesundheitsgründen da nicht am Platz gestanden bin, habe ich das Tennisspielen nicht verloren, aber ich habe das Gefühl verloren. Das musst du dir wieder aufbauen wenn du jetzt Fußball anschaust. Mein Sohn hat mit vier Jahren zum Fußballspielen begonnen, war halt zwei- oder dreimal in der Woche für eineinhalb Stunden am Platz. Hat es dann geschafft bis in die Profiszene und Deutschland und Rapid usw., Die trainieren immer noch eineinhalb Stunden. Klar gibt's dann noch Massage und Regeneration, und in der Vorbereitung vielleicht zweimal, aber es gibt keine Sportart, wo die Vierjährigen gleich lang trainieren wie die Profis. Sie trainieren genau ihre Zeit, wo sie sonst am Platz herumstehen und vielleicht einmal ein bisschen laufen und dann ein paar Mal sprinten. Ja, aber die trainieren nicht jetzt stundenlang. Und dann kommen ja teilweise Leute aus Südamerika oder so,

[13:46] die aus den Favelas oder so kommen, die halt nichts anderes tun, als einmal in ihrer Kindheit den ganzen Tag draußen auf den Ball draufzudreschen. Und wenn dann jemand, Kapitän von einer großen Mannschaft, verantwortlich für die Corner, mindestens von zehn acht Mal auf die kurze Stange hinschießt, der kann unmöglich reingehen. Das geht nicht, ja? Spätestens wenn das dreimal passiert, steh ich draußen und hol mir noch ein paar Kinder her, denen ich zehn Euro gebe, dass sie mir die Bälle holen, und dresch da mal 300 Bälle hinaus, dass der Ball dort runterkommt, wo ich will. Das geht nur, wenn ich das hunderte Male mache. Anders geht's nicht. Aber das wird dort nicht gemacht. Also nicht wirklich. Nicht in dem Ausmaß wie in allen anderen Sportarten, die bei weitem nicht so populär sind, bei weitem nicht so viel verdienen. Denen ist das klar, dass sie einfach mit diesem Ball, ein rundes Ding, mit einem runden, mit der Hand oder mit dem Fuß, alles rund auf rund, da geht's um hunderttausendstel Millimeter, ob ein Schuss über 20 Meter auf die Innenstange so geht, dass er nach innen fliegt oder nach außen.

[14:47] Also das ist ja fast nicht mehr berechenbar, aber das musst du können. Es gibt Leute die können das. Es ist auch nicht nur Gefühl, sondern er arbeitet. Es hat natürlich auch in der Fußballszene schon früher Leute gegeben, die das gemacht haben. Ich bin nicht der beste Freund von Hans Krankl, aber den sein Vater, der nach Barcelona gekommen ist, der hat den Platzwart bestochen, dass er noch eine Stunde länger das Flutlicht brennen lässt, und er ist draußen gestanden und hat die Bälle gedroschen. Darum war er der Einzige, der da reingeschossen hat. Das ist alles nicht neu! Im Prinzip ist das nichts anderes. Man muss sich damit beschäftigen, und wer halbwegs ehrlich ist und jetzt noch nie mehr dabei ist und glaubt, er kann gut Rad fahren, ist jetzt schon draufgekommen: okay ich habe es ja wirklich nie gelernt. Es hat man nie gelernt, und ich hab's nie bewusst trainiert, immer nebenbei und noch dazu im Verkehr oder neben Wettkämpfen. Also in Wettkämpfen hast du ja gar keine Zeit für so was. Das Gefühl wird noch besser, du traust dich schneller fahren und, und, und, aber in den falschen Abläufen. Und wir haben das neulich diskutiert in einer Folge. Wir haben dann auch gesagt, naja, also man lernt als Kind Radfahren.

[15:50] Dann gibt es den Radfahrführerschein, den man irgendwo in der Volksschule oder so... verkehrsregeln und Verkehrszeichen und solche Dinge. Da geht's nur darum, ja, ich muss den Arm raushalten. Ich muss stehen bleiben und so. aber wie fahre ich? Lern ich eigentlich nicht. Und wir haben dann diskutiert, ob das nicht was wäre. Du sprichst das ja auch an mit deinen Sicherheitsschulungen oder Fahrtechnik- und Sicherheitsschulungen generell. Wir haben dann schon gesagt, warum muss man nicht als Erwachsener alle x Jahre so was nachweisen? Und wir haben diskutiert, wie kann man so was nachweisen: Jeder Händler, der ein E-Bike verkauft, muss verlangen, dass du das nachweist. Weil da draußen, das ist ja lebensgefährlich, wie manche andere fahren. Also wir werden ja am Radweg gefährdet von anderen Radfahrern, die einfach ihr Rad nicht unter Kontrolle haben, und, und, und, die gefährden sich selbst auch, aber auch andere. Wir haben dann auch gesagt, warum gibt es keinen Radfahrführerschein, den man alle fünf Jahre nachweisen muss mit irgendeinem Kurs, mit irgendeiner Beschäftigung etc. Aber das ist ja eigentlich so essentiell Für sich selbst, aber auch für andere. Da waren zwei wichtige Themen drin. Das eine ist, man darf es nicht verwechseln, und bitte die Trainer, die es schon gibt, die speziell mit den jungen Leuten, unabhängig vom klassischen Radfahrtraining,

[16:59] dann einmal auf irgendeinen Parkplatz gehen oder auf irgendeinen Hinterhof oder so, und ich sage es jetzt auch wieder nicht abwertend, langsam Fahrübungen, super wichtig, Fahrgefühl. Da fährt man so Achterschleifen, dann fährt man ganz langsam, hebt irgendwelche Flaschen auf, dann geht's vielleicht schon ein bisschen technischer, mehr oder weniger mit Bunnyhop oder Randsteinkanten fahren und so. Super wichtige Dinge, aber das hat nichts damit zu tun, dass ich richtig eine Kurve fahren kann, weil das kannst du eben nur trainieren, wenn du eine gewisse Grundgeschwindigkeit hast, sonst brauchst du es nicht. Wenn du am Parkplatz mit 5 km/h fährst, lenkst du nach links und es fährt nach links. Aber erst wenn diese ganzen Kräfte dann eintreten, dann ist es halt anders. Das bitte unbedingt weitermachen und das wird auch massenhaft angeboten. Und das findest du auch viel. solche Übungen im Internet, das ist alles sehr, sehr gut und sehr, sehr wichtig. Aber das, was du dann wirklich draußen brauchst, ist etwas anderes. Und das Nächste ist eben, Ich gehe gleich noch einen Schritt weiter. wie du gesagt hast: Für jeden wäre es notwendig, so wie mit allen anderen Fahrzeugen, einmal eine vernünftige Prüfung zu machen, wo es nicht nur um Verkehrsregeln und Verkehrszeichen geht. Nehmen wir die Formel 1 her.

[18:00] Ich hoffe, ich werde jetzt nicht geprügelt, aber es ist nicht so lange her, zehn, fünfzehn Jahre, ich weiß nicht genau die Historie, wo man aus zwei Gründen in die Formel 1 kommen konnte. Da gibt's, weiß ich nicht, 22 oder 24, die da fahren, und vielleicht 40 Fahrer, die da halt so wechseln. Entweder du bist wirklich einer der besten Autofahrer der Welt oder du hast den Papa, der Scheich ist, der richtig Geld hat. Dann kannst du auch durchaus, wenn du halbwegs Auto fahren kannst, dich in ein Cockpit setzen. Ja, dann sind natürlich katastrophale Dinge passiert während dem Wettkampf, wo die wirklich Echten gegen solche Leute gefahren sind am selben Kurs mit 300 und irgendwas km/h, mit Autos mit … PS, worauf sie eine Superlizenz eingeführt haben. ich glaube so heißt sie. Wo es wirklich darum geht, dass man erstmal die Grundkenntnisse hat, so ein Fahrzeug wirklich in Höchstleistung bedienen kann, dann dementsprechend das Verhalten über die ganze Saison, ob es irgendein Wahnsinniger ist oder sich an die Regeln hält und an Fairplay hält. Plus nur ein paar andere Dinge. Und da haben sogar teilweise die ganz guten Probleme... Das hört man so selten!

[19:00] Dass sie am Ende der Saison noch gewisse Dinge machen müssen, um nächstes Jahr wieder die Lizenz zu kriegen, weil da geht's meistens dann um disziplinäre Sachen und solche Sachen. Aber Denen war klar, es kann nicht sein dass dort jeder fährt. Bei uns, nichts gegen die Quereinsteiger, aber da kann jeder sofort in der World Tour mitfahren. Ohne viel irgendwas. Und so etwas einzuführen, habe ich schon mal die ersten Vorfühlungen in Österreich mit dem Verband gemacht, weiß nicht, wie die Reaktionen auch darauf sind, das ist noch sehr neu. Das wäre absolut notwendig auch in der World Tour. Da geht es noch um viel, viel mehr, weil die sitzen zumindest im Carbon-Chassis drinnen, wo du mit 300 in Reifenstapel fahren kannst und überlebst das. Wir haben gar nichts außer einem Helm, und nicht einmal mehr Handschuhe haben sie an, denn das hat schon wieder ein paar Gramm und die Aerodynamik ist nicht so günstig. Weg damit, ja? Und du haust dich da mit deinem Lycra auf den Asphalt oder knallst irgendwo dagegen oder fliegst irgendwo runter. Man kann nicht 200 Kilometer Etappe, sagen wir so, über 21 Tage alles absperren, Kiesbetten bauen oder sonst irgendwas.

[20:01] Dort fahren nicht 22, da fahren 170 Radfahrer auf engstem Parcours, nicht ständig neben- oder hintereinander, weil Formel 1 ist selten nebeneinander, nur ganz kurzfristig. Dort geht es ganz anders zu. Wenn die einen Unfug machen, reißen die einen zweiten oder dritten mit, beim Radfahren sieht man oft 30, 40, die da stürzen. Also das sind ganz andere Dinge dahinter, abgesehen von der Menge, die da gefahren wird. Radrennen gibt's ständig rund um die Welt, wo brutal schnell gefahren wird. Also auch weit hinter der World Tour sind die Leute richtig stark. Weil einfach das Training nicht mehr so schwierig ist zu bekommen. Wenn einer Ehrgeiz hat, kann er sich in Dimensionen katapultieren, wo es gleich um richtige Geschwindigkeiten und vor allem auch Schnitt geht. Also so was einmal zu überlegen, dass zumindest ein Fahrtechnik-Training gemacht wird, dass der die klassischen Basics schon beherrscht, Was nicht der Fall ist, definitiv nicht in der World Tour. Da rede ich vom obersten Level. Das ist einfach so. Und das Ganze auch noch überprüft wird, dass die Teams nicht jeden x-Beliebigen einkaufen können. Der muss sich einmal, wenn schon nicht über Schüler-, Jugend-, Junioren-Kategorien nachrücken,

[21:10] sondern irgendwo einmal hinaufdienen in den unteren Ligen, da gibt es ja verschiedenste Levels in der UCI-Welt, einmal dort zeigen muss, ob er das kann oder nicht. Dann kann er so eine Lizenz einmal kriegen, dass er da oben fahren kann. Dieses eine Jahr muss er halt warten, auch wenn er noch so ein starker Quereinsteiger ist. Ja, dass eine gewisse Qualität einmal da ist. Das gibt es aber nicht. Da wird gar nicht darüber diskutiert, obwohl, wenn du in diesen Konzepten des Weltverbands, des österreichischen Verbands oder was auch immer, bis hin zum Olympischen Komitee... überall steht fast an erster Stelle Sicherheit. Jeder schreit einmal Sicherheit, ja? Es ist im Radsport sehr viel diskutiert worden schon drüber, und es ist auch was passiert. Hauptsächlich bei den Veranstaltern. Dinge, die eh logisch sind werden endlich umgesetzt. Und bei dem, was dort abgeht, auch okay, mit sehr großem Aufwand schon, was einfach Absicherung der Strecke oder speziell Zielsprints und ganz wilde Abfahrten. Da ist sehr viel sehr Gutes passiert! Oder diese Geländer, die es da gibt, die stehen nicht mehr die Beine heraus.

[22:11] Die sind jetzt schon schräg. Früher haben sie sich immer ständig aus diesen Beinen... Das waren normale Feuerwehrabsperrgitter, da hängst du dich auf ohne Ende. Also das ist alles schon viel besser geworden. Teilweise sind die Ausrüster in die Pflicht genommen worden, da gibt es manche Dinge, die verboten sind, weil sie einfach zu gefährlich sind oder einfach sicherer sein müssen. Da ist auch schon was passiert aber bei denen? die das auslösen, die Unfälle? Die Radfahrer selber? gar nichts! Gar nix. Da ist überhaupt kein Verständnis dafür da, und das muss sich irgendwann einmal ändern, und vielleicht schaffe ich es noch. Wie gesagt, ich werde jetzt demnächst 64, also bin immer der jüngste. mich erfüllt mein Job extrem. Also das war zum Schluss dann nicht mehr ganz meine Welt, dieses Konzerntum und so weiter. Ich ticke halt anders. Und war ein geiler Job. also überhaupt keine Frage. Spitzensportausrüstung in allen Sportarten. Wie gesagt, ich habe auch einiges mitgenommen, was ich jetzt nutzen kann. Aber das wäre noch irgendwo mein Ziel, da irgendwo Verständnis aufzubauen dafür. Es ist so einfach, ja, aber es tut keiner, weil es einfach jedem zu minder ist. Oder eben dieses Hochhaus, sag ich jetzt mal, Radsport, seit 135 Jahren dermaßen hoch aufgebaut,

[23:20] überall, in jeder Disziplin, da meine ich jetzt nicht Radsportdisziplinen, sondern eben Aerodynamik, über allgemeines Material, über Nutrition und alles, was halt dazugehört. Alles schon höchstes Level, und jeden Tag kommen noch zehn solche Dinge dazu, die noch besser sind. Aber das steht seit 135 Jahren auf einem Untergrund, der überhaupt nicht existiert. Und wenn du jetzt anfängst, darüber zu reden, dann gehen so die Vorhänge runter, aus verschiedensten Gründen. Auch nicht die, die gar nicht am Rad sitzen, sondern: Was sollen wir uns jetzt mit dem beschäftigen? Aber das sind Budgets von 40 bis 80 Millionen Euro von einem Profiteam. Und der kann nicht Rad fahren und fliegt dann raus in der dritten Woche beim Zeitfahren, wo er gute Chancen hat. Ich glaube, der war, Lipowitz zum Beispiel, er war Vierter oder Fünfter, weil ihn sein Rennrad wie ein Wildpferd abwirft, weil er einfach nichts getan hat. Der ist halt locker drauf gesessen wie im Lehnstuhl, und das Ding ist unter ihm wild geworden, weil einfach mit Querrinnen und solchen Dingen, da braucht's Input. Sonst bist du weg.

[24:21] Beobachtest du das, weil du es gerade ansprichst? Du schaust dir das natürlich ja jetzt mit anderen Augen auch an. wenn Profis auch stürzen oder wie sie fahren etc., Hast du den Eindruck, dass so was auch schnell weggeredet wird? Also wenn man im Fernsehen dann zuschaut, heißt es, uh, na, da war das Gitter im Weg und ungünstiger Kurs, und es heißt immer, der Kurs ist schlecht, mag alles auch sein, aber ich habe eigentlich noch nie, glaube ich, in so einer Fernsehübertragung von der Tour de France irgendwen sagen hören, das wäre jetzt aber ein Fahrfehler gewesen. wo man aber ehrlich sagen muss Es sind immer mehrere Faktoren. Aber wie siehst du das? Ist das etwas, was du beobachtest, oder wo man sagen kann, das wird schnell weggeredet und keiner spricht über genau diese instabile Basis? Also alle, die jetzt in den letzten Minuten zugehört haben und sagten, der Königshofer, jetzt dreht er komplett durch... Ich gebe nur zwei Beispiele. Das eine ist eben der Lipowitz-Sturz. Da gibt es Eurosport, da gibt es GCN, also wirklich hochqualitative Medien, die sich ausschließlich oder sehr, sehr viel mit dem Radsport beschäftigen. Da gibts Reporter die wirklich Ahnung haben.

[25:22] Die haben meistens noch Ex-Profis an der Seite die wirklich erfolgreich waren. Dann gibt es Teamchefs, die Direktoren, die auch interviewt werden, wenn so ein Sturz passiert, oder sonstige Leute, die wirklich Ahnung haben. Da gibt es bei der Tour de France natürlich meistens mehrere Kamerablickwinkel auf dieselbe Situation, also hervorragend vom Feinsten zu analysieren, da gibt es eine Zeitlupe. und was kommt raus? Er ist die Kurve zu schnell gefahren, nur noch nicht. Wenn ich 1 km/h fahre und irgendwo dagegen bin... Er hat schnell gefahren. Er hat in der Kurve zu viel riskiert. Ja, was? Was riskiert? Das war ein Rennunfall. Ja, was ist das? Was ist ein Rennunfall? Oder wir müssen ihn zum Psychologen schicken. Der hat Angst in den Kurven. Auch nichts, was wirklich zielführend ist. Wenn man sich das anschaut und vergleicht mit allen anderen Sportarten, wo solche Analysen von Unfällen oder irgendwelchen Missgeschicken sind, da kriegst du von irgendjemand eine fundierte Aussage: Warum ist es nicht gegangen? Wie kann man's besser machen? Passiert dort nicht. Und der zweite Aspekt ist diese Quereinsteiger.

[26:23] Diese Quereinsteiger kommen massenhaft in die World Tour und fallen dort nicht auf. Also da musst du ja irgendwann einmal denken, wie ist das Niveau von den anderen, dass die nicht auffallen, und dass keiner analysieren kann, was die dort tun, oder dass die überhaupt genommen werden, ohne dass sie mal mindestens ein oder zwei Jahre halt irgendwo in anderen Ligen sich austoben können und mal irgendeine Erfahrung sammeln. Also da muss ja irgendwann einmal klicken, dass das System krass ist, ja? Ich bin jetzt ein totaler Nestbeschmutzer, aber es ist einfach die Realität, und wer das verweigert, der muss selber damit die Verantwortung tragen. Aber das finde ich ist gut, genau so Gedankenanstöße einfach mal ein bisschen provokanter quasi das auch zu sagen und sich zu sagen trauen. Und gerade wenn es um Sicherheit geht, ist das definitiv wichtig, egal in welcher Liga man fährt, egal ob das jetzt ein Alltagsweg ist oder halt wirklich in einem Rennen. Genau! Da können alle in die Pflicht genommen werden, und in dem Fall auch die Protagonisten, die Radfahrerinnen und Radfahrer, weil die lösen die Unfälle aus, und da wird nichts gemacht. Also Sie glauben, Sie machen was? Weil sie halt auf dem Go-Kart-Parcours einmal eine halbe Stunde im Kreis fahren und, ja, wir fahren eh so viel,

[27:28] wir können das. Du lernst es nicht. Das sind komplett andere Abläufe, die niemand erzählt und die du einfach dort gar nicht machen kannst. Glaubst du in deiner Profizeit, mal angenommen, es hätte jemanden gegeben, der genau das, was du heutzutage machst... Glaubst du, das hätte dir noch mehr Möglichkeiten gegeben? Also wenn nur ich das wieder gewesen wäre, dass sich damals schon ganz andere Gedanken gemacht hat. Der Gedanke war nicht nur, okay, ich muss mich damit beschäftigen, aber ich war auch so in dem Dogma drinnen, wenn es alle so machen, dann wird es schon stimmen. Und darum habe ich nicht weitergedacht, und ich bin auch nirgends gestanden und hab viele Leute gehabt, denen man zuschauen könnte, wo man es wirklich lernt. Also dann wäre ich natürlich noch ärger mit den Leuten Schlitten gefahren, als ich das sowieso schon gemacht habe. Wenn es dann die anderen auch gelernt hätten, hätten wir uns alle miteinander eine Menge Stürze erspart, und das Ganze wäre qualitativ hochwertiger geworden, und wir hätten viel mehr Fahrspaß gehabt dran. Und das ist ja auch etwas, was Nachhaltigkeit anbelangt, in dem Sinne: Es werden sehr viele...

[28:29] Es werden immer früher, weil sie einfach von noch jünger weg schon perfekt trainieren, was es früher nicht gegeben hat. Darum sind sie noch früher irgendwo bereit, Weltklasseleistungen zu bringen. Das ist noch nicht die Erfahrung ganz ausgereizt, weil das jetzt alles in den letzten Jahren sich entwickelt hat. Aber die hören alle viel früher auf, als notwendig wäre, weil es einfach der Kopf nicht mehr macht. Ja? Weil diesen Aufwand, den musst du einmal verdauen, ja. Weil früher ist es noch halbwegs lustig zugegangen. Jetzt ist ja... Du darfst nix mehr essen ohne Abwiegen. Du darfst dir überhaupt keinen Ausrutscher in irgendeiner Art und Weise leisten, sonst ist Social Media voll ohne Ende. Diesen Ausgleich zur Normalität, wenn du eh schon was Extremes machst, der ist nicht da. Und alles, was du über längere Zeit extrem machst, das kann nicht gut gehen. Du kannst mit Fanatismus, und das ist ja fast schon nichts mehr anderes, wenn du 24 Stunden oder 365 Tage im Jahr nur an Radsport denkst, ja? Und alles magst was das irgendwas optimiert. Da ist der Pogačar fast noch ein Beispiel, der immer wieder irgendwo aussteigt aus dem Ganzen, um normal zu sein,

[29:31] aber jetzt hat wieder die Natur zugeschlagen und hat ihn rechtzeitig herausgenommen, bevor es komplett eskaliert, mit einer halbwegs harmlosen Verletzung, also nichts was das Leben beeinflusst. Weil jetzt wäre noch die Europameisterschaft dieses Wochenende vor heimischem Publikum, und dann wäre noch mal Weltmeisterschaft, die er zum dritten Mal gewinnen muss, und, und, und, der gewinnt seit fünf oder sechs Jahren schon alles. Der braucht irgendwann einmal eine Pause auch, aber richtige Pause, ja? Und da gibt's halt die Klassiker mit Pfeifferschem Drüsenfieber und, und, und, das dich wirklich ausknockt. Da kannst du dann wollen was du willst. Du schaffst es gerade noch vom Sofa auf die Toilette, wenn überhaupt, mehr geht dann nicht. Also das ganze System, Körper, Geist und Seele, was auch immer Seele ist, egal, alles andere, ist immer noch gescheiter wie du selber und knockt dich wirklich aus. Das habe ich oft genug gehabt. Also alle Unfälle, die ich gehabt habe, so mittendrin, wo man sagt, das brauche ich jetzt ja gar nicht, jetzt habe ich Topform und jetzt ist die WM vor der Tür oder irgend so was. Das war dann, okay, ich bin eh schon fast drüber. Ja, und auch beruflich. Ich bin rechtzeitig ausgestiegen, Gott sei Dank! Weil ich da in den letzten fünf Jahren nur mehr Halbtag gearbeitet habe.

[30:31] Das hat mich vor einem Burnout bewahrt, definitiv. Also ich war da ganz knapp dran, da hat er überhaupt nichts mehr... komplett überfordert gewesen, einfach von der Menge her, gar nicht vom Inhalt so, aber von der Menge. Und das ist auch etwas, was wir in nächster Zeit wahrscheinlich sehr oft sehen werden. Dass Leute einfach komplett überfordert sind, oder halt so, wie es eh in der World Tour schon ständig passiert, und dann irgendwelche krassen Verletzungen haben, weil sie einfach die Kurve nicht mehr schaffen oder nicht mehr stehen bleiben können. Ja, das ist schon gut, dass du das jetzt rückblickend erkennen kannst, dass das ja eigentlich was Positives war, dass das da so gegangen ist, und dass du das jetzt stärker mitnehmen kannst. Und was jetzt Martin und mich so ein bisschen interessiert, das ist ja ganz unabhängig jetzt von dem Radsicherheitstraining: Was fasziniert dich bis heute noch am Rennradl fahren oder Radl fahren generell? Es ist genau das, was derzeit extrem verloren geht. Man sieht ja oft so Videos, wo die Leute nicht nur auf der Zeitfahrmaschine, Kopf unten, weil dort ist es einfach schwierig, den Kopf zu heben, sondern auf einem normalen Rad irgendwo hineinknallen, weil sie auf den Computer schauen!

[31:41] Es geht nur mehr um die Verbesserung oder Optimierung dieser Daten, die da draufstehen. Sonst bist du nicht zufrieden wenn du nach Hause kommst. Da geht es gar nicht um Wettkampf. Dort noch mehr! Aber dieser Spirit, dass du ein unfassbares Umfeld befahren kannst, weil mit dem Laufen hast du sehr eingeschränkte Möglichkeiten, irgendwo hinzukommen. Beim Radfahren unfassbar. Also ein Mountainbike ist halt dann völlig unabhängig vom Gelände. Aber auf der Straße, wo du einfach einen 30er-Schnitt so mehr oder weniger schaffst und da überall hinkommst... Zum Beispiel die Leute, die sich gerne Cabrios kaufen. Cabrio ist eine Katastrophe, weil du sitzt meistens sehr weit unten, wenn du keinen Jeep hast, hast du vor dir noch so einen Balken, weil die sehr flach gebaut sind. Wenn du nach Italien fährst, siehst du überhaupt nichts, weil du irgendwo unten sitzt, da siehst du nur die Leitschiene. auf einem Fahrrad hast du nichts rund um dich. Also du siehst wirklich alles, wo du dich durchbewegst, und du bist auch nicht so schnell so wie die Motorradfahrer, jetzt im Herbst ganz besonders. Jeder fährt noch, bei jedem Sonnenstrahl sind sie draußen und versuchen noch zu fahren.

[32:44] Ja, wenn die dann mit 100 km/h oder noch mehr meistens irgendwo herumfahren, der kann von der Gegend nichts mehr mitkriegen, nur so peripher. Je langsamer du fährst, umso mehr kriegst du mit. Weil für mich waren Berge immer Schmerzen! Ich war kein schlechter Bergfahrer, aber kein guter. Also Berg immer Anschlag, und das musste ich mal nach 21 Jahren rauskriegen. Habe ich rausgekriegt erst vor ein paar Jahren, wie ich mit einem 40 Kilo schweren Tourenrad durch die Schweiz gefahren bin. Am Anfang haben wir Touren nur gemacht in der Ebene, und dann haben wir uns gedacht, wurscht, fahren wir halt dort auch. Wenn du genug Übersetzung mit hast und dir die Geschwindigkeit völlig egal ist, dann kannst du einen Berg ganz gemütlich mit 40 Kilogramm rauffahren, und dann siehst du plötzlich ganz andere Dinge. Das habe ich schon einmal... Vor vielen Jahren war ich sehr viel tauchen, also Scubadiving, und da ist ja Nullbewegung. vielleicht die Strömung treibt dich so ein bisschen oder je weniger du dich bewegst umso länger kannst du unten bleiben weil Du keinen Sauerstoff verbrauchst. und gerade im Meer sind unglaublich viele extrem schöne Dinge die verdammt klein sind. Nur wenn du dir Zeit nimmst, dass du es wirklich einmal anschaust, dann: Boah, was ist denn das? Sobald du mit 3 km/h vorbeifährst, hast du es nicht einmal gesehen.

[33:47] Also das ist der Spirit des Radfahrens, dass du das alles machen kannst, wie es dir taugt. Wird halt leider Gottes durch diesen Datenwahn noch mehr fokussiert auf etwas, was dann automatisch gepostet wird im Internet, und du hast schon Angst davor, wenn es da jetzt irgendwie für die Verbindung zum Computer nicht passt, dann bist du gar nicht Rad gefahren. Es geht ja um ganz was anderes, und das ist einfach faszinierend. Weil ich... und darum habe ich auch mit dem Radfahren, mit dem Aktiven damals aufgehört, weil ich gesagt habe, okay, 2.200 Radrennen sind auch nicht wenig, ich habe das wirklich erledigt. Ich habe aufgehört, noch zu dem Zeitpunkt, wo ich wirklich gut war. Ich wollte einfach was anderes machen, und das bereue ich bis heute nicht. Also nichts gegen Age Grouper oder so, absolut nicht, aber für mich ist das so etwas wie ein erledigter Wettkampf. Ich schau mir das gerne an, bin heilfroh, dass ich da nicht mehr mitfahren muss. Ich weiß genau, was da dahintersteht, und genieße es jetzt, das nicht mehr tun zu müssen. Einfach draufzusitzen, das ist völlig egal... Ich habe wirklich seit, zufälligerweise, weil man gesagt hat, du musst ein Trainingsbuch führen, mit 13 Jahren

[34:48] habe ich in so einen kleinen Kalender halt ein paar Sachen eingeschrieben, und dann irgendwann mit Junioren-Nationalkader und weiter Nationalkader musst du Buch führen drüber, bei weitem nicht so viel wie jetzt, wo das alles elektronisch geht, früher mal noch eingeschrieben. Ich habe vom ersten bis zum letzten Tag alles. Ich schaue wirklich drei, vier, fünf Mal im Jahr hinein, weil, irgendwas war, was war denn damals, und dann weiß ich noch, wo ich nachschauen muss. Ja, es ist gut, wenn man aufzeichnet, aber ich habe mit dem letzten Tag aufgehört, irgendwelche Daten zu sammeln. Das ist so befreiend. Das ist unfassbar.

[35:17] Ich bin da sicher schon zwei Schritte weiter wie die meisten anderen, dass ich mich da komplett entfernt habe von dem ganzen Thema, weil es geht bei mir überhaupt nicht mehr um irgendwelche Erfolge. Ja, meine Erfolge sind beim Radfahren auf ganz anderer Ebene, aber nicht mehr, irgendwelche Rennen zu gewinnen. Also Wettkampf ist für mich... Es gibt manchmal, wo ich Wettkämpfe mitfahre, weil ich halt irgendwo eingeladen bin, wo man halt erwartet, dass ich da an der Startlinie stehe und ins Ziel komme. Aber ich habe dann einen gewissen Ehrgeiz, natürlich, ist schon klar, aber es ist mir völlig egal, was da rauskommt. Dieses Spiel gefällt mir noch vom Wettkampf, wo du aber überhaupt keinen Druck hast. Du musst nicht deine Familie damit ernähren, du musst nicht schauen, dass du noch von der Sporthilfe gefördert bist, wenn du nicht die Erfolge hast, oder die Medien zerreißen dich in der Luft, weil du irgendeine Weltmeisterschaftsmedaille nicht gewonnen hast. Das ist alles so weit weg, und komplett weg von Daten. Ich habe noch immer, weil ich es halt manchmal brauche, um Geschwindigkeiten zu messen, damit ich weiß, was ich da rede... Aber ich habe immer noch diesen Haken da vorne drauf am Lenker, wo du den Garmin drauf gibst. Der ist deswegen noch drauf, weil meine Plastikhütchen, um die wir herumfahren, die kann man super einsammeln damit.

[36:21] Die kann ich da vorne drauf hängen. Aber der Garmin, ich weiß nimmer, wo der ist... Ich glaube, ich finde ihn gar nicht mehr. Das heißt, du glaubst, dass bei vielen ein bisschen der Spaß verloren gegangen ist und andere Dinge im Vordergrund stehen? Ja, Der Spaß ist dann, diese Likes zu bekommen für das, was der Garmin an meine Social Media schickt. Und das sind meistens eh nur, der Großteil, irgendwelche Freundschafts-Likes, oder du kriegst vielleicht sogar noch einen Shitstorm von irgendeinem, der keine Ahnung hat. Das sind die Ziele, die sind da überhaupt nicht. der Sinn der Sache Und lenken einfach ab! Ich würde niemandem absprechen, dass er es genießt, wenn er irgendwo durch eine schöne Gegend fährt oder halt auch noch eine Geschwindigkeit genießt, wenn er irgendwo runterfährt oder irgendwo einen Berg rauf und Aussicht hat, wird bei jedem schon noch da sein, aber bei weitem nicht mehr so vorrangig, und ich glaube nicht, dass das der Sinn ist. Man muss sich das sicher irgendwo wieder zurückholen, so wie diese ganzen Eroica-Rennen da, das finde ich auch noch cool! Wenn es halt darum geht, diese Vergangenheit und die Basis des Ganzen raufzuholen, und da treffen sich die alten Leute wieder. Und mich laden sie da auch immer ein. Ich hab noch eine uralte Puchmaschine am Dachboden oben, also irgendwann wird's mal passieren.

[37:24] Ich bin halt nicht die Vergangenheit, ich seh mich als Zukunft des Radfahrens. Sehr selbstbewusst jetzt, darum habe ich gar keine Zeit für so was. Aber das ist noch... die pflegen noch diesen alten Geist, ja, wenn es hauptsächlich um das alte Material und die alten Trikots und einfach die Witzigkeit, wie damals das Ganze bewältigt wurde und was es da für eine Entwicklung gibt, gepflegt wird. Also wirklich, wirklich super! Aber das klassische Radfahren ohne Druck, ohne irgendwem irgendwas beweisen zu müssen, das ist ja ein Leitspruch bei mir im Training. Das ist kein Wettkampf, das heißt, dass ihr alle Erste seid, vergiss einmal alles, was mit Wettkampf zu tun hat, es wird nichts gemessen. Es gibt keinen Tagesbesten oder Schlechtersten. Keiner muss irgendjemandem was beweisen. Du dir selber nicht, der Gruppe schon gar nicht und mir auch nicht. Und keiner tut in irgendeiner Situation irgendetwas was sich in dem Moment nicht traut. Dann fahr die Kurve halt weiter. Es ist immer noch Asphalt da. Weil das lenkt alles ab! Alles was mit Wettkampf zu tun hat. ich möchte jetzt besser werden Du sollst es besser umsetzen.

[38:27] Das ist das einzige Ziel. Da kannst du Ehrgeiz entwickeln. Aber nicht schneller werden damit, das kannst du dir selber, das wirst du dann eh nachher. Die meisten werden sowieso schneller, einfach weil sie die Technik haben und plötzlich keine Angst mehr haben. Darum werden sie auch schneller, darum müssen wir beim Kurvenfahren immer aufpassen mit dem Pedalaufsetzen innen. Weil, ich sage mal, 80 Prozent haben noch nie mit dem Pedal innen aufgesetzt in der Kurve, weil sie gar nie so schnell gefahren sind. Und das wird dann ein Thema, weil sie einfach immer schneller werden. Also da muss man dann ein paar andere Dinge auch noch beachten. Aber ich sehe das wirklich als Problem, dass diese Ablenkung auf falsche Dinge... Das muss ich auch sagen. Ich glaube, das ist ein schöner Schlussgedanke für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer. Das rundet das Thema wirklich gut ab, mit der Faszination, dass man einerseits sicher unterwegs ist mit dem Rad, aber andererseits, dass man es einfach genießt, das, was man tut, und eine qualitative Zeit hat und sich quasi nicht irgendwie Gedanken machen muss, dass man da irgendwie einen Unfall baut, sondern einfach ohne Druck, ohne irgendwas da auf der Straße sicher unterwegs ist. Genau, und dass man nicht immer unbedingt ausreizen muss, auf Erfolge umzubauen oder so,

[39:28] dass du die Kurve jedes Mal maximal fährst. Sondern die meisten Feedbacks bekomme ich von Leuten, die irgendwann im Kurs waren: Roland, heute war's so weit! Da ist mir wieder ein Idiot irgendwo rausgefahren und ich bin noch vor ihm stehen geblieben. Ohne deine Bremstechnik wäre ich da hundertprozentig hineingekracht. Oder ich habe sogar Feedback schon gekriegt für den sicheren Notausstieg aus einer Kurve. Das horcht sich wild an, aber du weißt, mit diesen neuen Skills kommst du einmal auf Dinge drauf, und da war ich mir nicht so ganz sicher, weil das halt immer sehr individuell handhabbar ist. In jeder Kurve, in jeder Situation komplett anders. Aber das Feedback habe ich vor ein paar Wochen erstmals gekriegt: Roland, sicherer Notausstieg aus der Kurve bei irgendeinem Wettkampf. Funktioniert! Funktioniert, ja. Ich habe mich gerettet, ja. Zum Abschluss die Frage für alle, die draußen jetzt sich fragen. Ich kann ja jetzt nicht morgen mich schon für den Kurs anmelden, doch, könnt ihr? Also sobald einer frei ist, und wir können es nur empfehlen, aber was würdest du Leuten mitgeben, die sagen, wenn ich mich jetzt beschäftigen will, nämlich auch vielleicht, um zum Spaß zurückzukommen, manchmal gibt einem Sicherheit ja auch mehr Freiheit und mehr Spaß am Ende.

[40:31] Was können sich da draußen unsere Hörerinnen und Hörer vielleicht mitnehmen, Welche eine Sache könnte man vielleicht machen damit sie ein bisschen... für sich selber mal anfangen, zumindest dieses Thema Beschäftigung vielleicht zu haben. bevor sie dann die Anmeldung zum Kurs machen? Ich weiß, uns hören auch Leute, die einen weiteren Anreiseweg hätten und das planen müssten. Deshalb formuliere ich es mal so: Aber was wäre so eine Sache, die man machen kann, damit man vielleicht morgen schon eine Spur sicherer unterwegs ist? Schlussfrage von meiner Seite. Ganz auf die Basics zu kommen und auch Locations zu finden, die fast jeder findet. Irgendwo so eine Sackgasse, eine leichte Steigung hinauf zum Waldrand, wo kaum Verkehr ist, und wenn, dann sieht man ihn rechtzeitig kommen, wo der Asphalt halbwegs in Ordnung ist, keine Schlaglöcher und nicht zu viel Schmutz herumliegt, und dort wirklich einmal zehn oder zwanzig Mal auf- und abzufahren und immer ab einer gewissen Stelle zum Bremsen zu beginnen oder eine Zielbremsung zu machen. Dass man sich irgendein Ziel sucht und anfängt zu bremsen, so gut ich es halt kann, dass ich dort dann stehen bleibe.

[41:32] Das Hinterrad schon ein, weil alles, was hinten rutscht, ist nur instabil, da wird der Reifen kaputt, aber es bremst nicht gut. Und ich glaube eh schon, allein die Beschäftigung damit: Wenn du zehnmal auf- und abfährst und während jeder Abfahrt drei Bremsungen machst, wirst du nachher besser bremsen, weil du dich einmal bewusst damit beschäftigst, ohne dass dir noch irgendwer irgendwas erzählt hat. Und durch diese Beschäftigung, wenn du es dann brauchst, dann wirst du das besser abrufen können. Wenn du wirklich einmal draußen ernsthaft bremsen musst, dann ist dein Kopf ganz woanders als dort. wie muss ich jetzt mit was handhaben, damit das optimal bremst? Nimm dir einfach die Zeit, du wirst jetzt nicht viel verlieren von deinem Training, weil du bewegst dich ja trotzdem. Du kannst das sogar sehr gut in ein Intervalltraining einbauen, dass du hinaufsprintest, und beim Runterfahren musst du sowieso bremsen, um wieder umzudrehen. Also nutzt man es vielleicht bei so etwas, wo man nicht nur spazieren fährt, sondern das gleich als Intervall nimmt: Sprintet rauf, dreht um, fahrt runter und macht drei Bremsungen. Von 20, 30, 40 km/h auf 1 km/h, dass man nicht aus- und einklinken muss.

[42:33] Dann sofort wieder Druck aufs Pedal, dass man nicht umfällt. Bergab geht es eh so auch, dass es kein Problem ist. Ihr werdet schon besser werden! Nur weil ihr euch ausschließlich mit Bremsen beschäftigt. Und dann seht ihr gleich einmal: Das funktioniert, das funktioniert nicht. Wenn ihr dann diesen Spirit aufgenommen habt, ja, da geht viel, obwohl nur weil ich mich beschäftigt habe... Da stehe ich natürlich gerne zur Verfügung. Danke für den Einblick. Also wir könnten noch stundenlang weiterreden, ich weiß nur, das würde irgendwann den Rahmen sprengen. Wir geben in die Shownotes die Links auch zu den anderen Podcasts und Videos, weil da erzählst du noch viel mehr zu deiner Zeit auch als Steher und dem sportlichen Hintergrund. Für alle, die das interessiert, da kann man nochmal nachschauen. Ältere Podcasts meinst du? Ja, Genau. Und ich weiß, irgendwo gibt's auch die Elch-Emil-Geschichte, dem du begegnet bist beim Radfahren, dieser Elch, der hier Österreich unsicher gemacht hat. In

[43:31] dem Sinne vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast von meiner Seite aus. Die letzten Worte überlasse ich euch beiden an dieser Stelle und sage auf jeden Fall Danke! Es hat mich tierisch gefreut, und ich freue mich jetzt schon auf den Aufbaukurs im Frühjahr. Es juckt mich schon. Und ich möchte Danke sagen für die Zeit und für die coolen Einblicke und die Stories, und vielleicht wiederholen wir das irgendwann nochmal in der einen oder anderen Form. Also danke von meiner Seite aus. Die letzten Worte lasse ich Dani und dir dann über. Ich schließe mich da gleich an. Danke, Roland. Es war wie immer sehr spannend mit dir und sehr beeindruckend. Hat mir voll gut gefallen und man kann sich wieder viel mitnehmen. Und bitte weiter so. Dein Enthusiasmus bei der Sache, das ist einfach lässig, wenn es Leute gibt, die brennen für die Sache. Es ist schön. Vielen Dank. Vielen Dank, wie gesagt, nochmal für die Einladung, und ich bedanke mich auch, mit euch zu plaudern macht Spaß, weil ihr interessiert euch dafür, und das ist das größte Problem. Also kaum jemand interessiert sich wirklich dafür, weil es kann ja alles nicht sein. Also international gesehen musst du das so sehen, Österreich ist immer noch nicht wirklich das Radsportland.

[44:35] Und dann kommt da einer, der eigentlich von der Bahn kommt, wo es weder Bremsen noch Kurvenfahren gibt, und ein Flachländer auch noch, der Bremsen, Kurvenfahren und Abfahrt erklären will, und der ist irgendwann in den achtziger Jahren gefahren und war Weltmeister auf der Bahn und nicht auf der Straße, und der will uns jetzt erklären, wie Radfahren funktioniert. Und wie gesagt, da ist dann meistens eh schon aus. Bei euch habe ich da aber ein ganz anderes Gefühl, Ihr interessiert sich wirklich dafür und vor allem deswegen, weil ihr euch das schon mal live miterlebt habt. sonst hättet ihr euch das auch wirklich nicht vorstellen können. Ihr seid sehr oberösterreichlastig, wo auch heuer schon ein Journalist dabei war, kann man sagen, Oberösterreichische Nachrichten, der dann auch einen sehr guten Beitrag gemacht hat, es mit mir noch abgestimmt hat, weil ein paar Dinge hat er halt nicht so ganz verstanden gehabt, wie man es dann schriftlich umsetzt, hat es dann komplett übernommen von mir, und auf diesen Bericht sind auch schon Leute gekommen, die gesagt haben, das hat uns wirklich inspiriert. Also ich wünsche euch, dass dieser Podcast auch etwas bewegt, also nicht nur in meine Richtung, das wäre natürlich auch cool, sondern auch in eure Richtung, dass ihr dementsprechend auch Relevanz aufbaut und für diesen Podcast jetzt nicht Shitstorm erntet, weil: Was habt ihr da für einen Wahnsinnigen gehabt, der irgendwelche Sachen erzählt?

[45:53] Sondern genau das Gegenteil! Wünsche ich euch und vielen Dank dafür. Danke dir und schöne Grüße an die

[46:04] Füße.

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Die ganze Folge zum Hören: https://watt-the-f.com/podcast/29-das-wichtigste-beim-bremsen-ist-der-sattel/
